Zeichen und Wunder?

Wow. Obs ein Wunder ist? Ich hab jedenfalls nicht daran geglaubt, daß der Werberat was gegen die sexistische Kackscheisse, sprich die Guiletta-Werbung (siehe vorheriger Blogbeitrag) tut.
Aber doch, sogar recht fix bekam ich eine Antwort, die ich hier dokumentieren will.
werberat-antwort zum sexistischen alfa romeo guiletta-spot

DATUM 1. Februar 2012
BETRIFFT Aktueller TV-Spot für den Alfa Romeo Giulietta

Sehr geehrte(r) Frau/Herr K.,
wir nehmen Bezug auf Ihre Beschwerde vom 20. Januar 2012 und teilen Ihnen mit, dass wir das werbende Unternehmen zur Stellungnahme aufgefordert hatten.

Die für den Spot verantwortliche Fiat Group Automobiles Germany AG hat uns versichert, dass es auch mit den firmeninternen Prinzipien und Leitlinien nicht vereinbar wäre, Personen herabzusetzen oder die Gefühle von Frauen zu verletzen.

Nee, natürlich nicht. Never!

Den Vorwurf einer „sexistischen Motivation“ des beanstandeten Spots wies das Unternehmen zurück, zumal man mit dieser Werbung gerade Frauen habe ansprechen wollen.

Waaas?! Im Ernst? Damit wollen die Frauen ansprechen?

Um jedoch keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, habe sich das Unternehmen entschieden, den TV-Spot ab dem 1. Februar 2012 nicht mehr in dieser Form einzusetzen.

Da der Deutsche Werberat entsprechend seiner Verfahrensordnung eine Beschwerde über eine Werbemaßnahme nicht weiter verfolgt, wenn die werbende Firma sich bereit erklärt hat, die Werbung zu ändern oder nicht mehr zu schalten, sehen wir die Angelegenheit als erledigt an.

Wir bedanken uns für Ihren Hinweis und verbleiben
mit freundlichen Grüßen

Ich bin ja ganz gerührt! Ob die wirklich wegen mir die Werbung einstellen? Oder ob sie eh noch einen viel schlimmerern, sexistischeren Spot in der Hinterhand haben, den sie sowieso ab Februar senden wollten?

Abwarten.

Dem Werberat hab ich jedenfalls noch zurückgemailt, daß ich den in der Beschwerde angegegebenen YoutubeChannel als durchaus der Firma Fiat zuzurechnen halte. Mal sehen, ob dazu noch was passiert.

Doch, ich freu mich jetzt auch ein bisschen, weil ich mit der Beschwerde und ihrer Verbreitung was Gutes getan habe.