Archiv für November 2011

Frauenverachtender Bushido für Integration geehrt

Bushido versus Pocher?

Gestern oder so wurde Bushido mit einem Bambi für seine Mithilfe bei der Integration Jugendlicher geehrt. So weit, so scheiße.
Ich find’s nicht ok, wenn jemand mit frauenverachtendem Texten geehrt wird.

ABER

Andererseits macht es mich doch mißtrauisch, wenn sogar die „BILD“ ihre antisexistische Seite hervorkehrt und auf einmal findet, daß doch seximus ih-bäh sei. Was natürlich am Bildzeitungsinhalt mal nix ändert. Das macht mich mißtrauisch.
Wenn die Bild oder die CSU ihre feministische Seite hervorkehren, dann hat das meist Nichts damit zu tun, daß Feminismus und seine Ziele, also eine gleichberechtigte Teilhabe der Frau und Menschenrechte für die Frau auf einmal in voller Gänze als Ziele anerkannt werden, sondern meist bedeutet diese Wendung nur eines, nämlich daß es gegen einen schlimmeren Feind anzugehen gilt und daß man (Bild) dann eben mit der ungeliebten Gleichberechtigung packtiert.

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Es werden die ganze Zeit, also ständig, immer und überall Leute geehrt, die rassistisch, sexistisch, homo-feindlich oder sonstwas sind, ohne daß ein Hahn danach krähen würde oder diesen Leuten gegen den Karren gefahren würde.
Spontane Assoziation: „Kiturak“ beschreibt, daß der TAZ Obersexist Deniz Yücel mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet wurde.

Oder was ist denn mit Oliver Pocher und Mario Barth? Die werden doch auf allen Sendern ins Programm genommen und bejubelt. Wenn ich jetzt mal von der tatsächlichen summierten Schädlichkeit dieser Personen ausgehe, also Breitenwirkung und sowas, tja, da muß ich meine Ursprungsmeinung gegen Bushido zwar nicht zurückziehen, aber zumindest relativieren.
Ja, Bushido ist doof, ich würd‘ ihm keinen Preis geben. Gar keinen. Ich würd aber auch noch ganz anderen Leuten keinen Preis geben, sie nicht ausstrahlen und gewiss nicht noch für ihren Shit bezahlen oder bejubeln. Im Verhältnis ist dann Bushido schon gar nicht mehr soo schlimm. So schlimm es ist, das schreiben zu müssen.

Ja die Verhältnisse!

Neben der Empörung über Bushido sieht die „Bild“ so aus. Eben antisexistisch. Bestimmt bezieht der Artikel über „Hure Hilda“, kritisch Stellung zu Rechten von Prostituierten. Und „Auf die Backen“ mit dem Popobild handelt – wie subversiv, da „Porno“ hinzuschreiben – eigentlich vom Schminken, vermute ich. Kurz: Alles klar erkennbar antisexistisch, wenn Mann es nur erkennen will!
bild freut sich